g e s u n d e r   B a r h u f

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Seit über 35 Jahren reite ich und bilde Reiter und Pferde jeden Alters aus. Dabei liegt der Schwerpunkt weniger auf turniermäßigem Erfolg, sondern das Hauptaugenmerk liegt auf dem Aufbau einer harmonischen Pferd-Mensch-Beziehung, in der nicht nur das Pferd lernt, den Menschen zu verstehen, sondern vor allem umgekehrt, der Mensch muß als erstes verstehen lernen, wie sein Pferd tickt. Das A und O bietet hier die Bodenarbeit, bei der in der Hautsache das Leitstutenprinzip zugrunde liegt. Der Mensch lernt, mit seinem Pferd so umzugehen, als sei er die Leitstute.

 

Für den Beritt gilt die Forderung, das Pferd zuallererst zu motivieren. Nur ein Pferd, das gerne mitarbeitet, dem das geritten werden Soaß macht, wird auch freiwillig Leistung zeigen. Zwang gehört nicht zum Reiten. Mit Zwang schafft man sich Sklaven aber keine Freunde.

 

Des weiteren vertrete ich den Standpunkt: Je mehr man über seinen tierischen Partner weiß, desto eher kann man ihm gerecht werden. Es ist erschreckend, daß in den meisten Reitschulen lediglich reiten gelehrt wird. Jeder Pferdebesitzer und jeder Mensch, der mit diesen Tieren umgeht, sollte zumindest Grundkenntnisse bezüglich Haltung, Pflege, Ausrüstung, Anatomie und Gesundheit seines Pferdes haben.