g e s u n d e r   B a r h u f

über mich

Seit meinem 16. Lebensjahr (1974) interessiere ich mich für Hufe, denn in dem Stall, in dem ich damals ritt und arbeitete, legte der Besitzer größten Wert auf bestmögliche Hufbearbeitung. Ein Schmied aus dem 600 km entfernten Berlin musste es sein. Dieser brachte mir bereits damals die Grundbegriffe und den Umgang mit Raspel und Hufmesser bei. 
 
1984 bekam ich endlich mein eigenes Pferd und da schon jetzt mir kein Schmied es recht machen konnte, bearbeitet ich größtenteils die Hufe selbst. Der Schmied musste dann meist lediglich das Eisen noch anbringen. Aus Zeitmangel habe ich mich die darauffolgenden Jahre dann wieder mehr auf Fremdbearbeitung verlassen, bis die Hufsituation beim Wallach meines Mannes eskalierte.
Ich machte erstmals Bekanntschaft mit Biernats Ansichten und Methoden zur Hufbearbeitung und stellte den Wallach im Alter von 20 Jahren entgegen jedem Expertenrat auf Barhuf um. Er ist heute in seinem 30. Lebensjahr und erfreut sich inzwischen wieder bester Gesundheit.
Seit diesem Erfolgserlebnis beschäftigte ich mich theoretisch (und teilweise auch praktisch) mit allen möglichen Bearbeitungmethoden, deren Vor- und Nachteilen und deren Möglichkeiten (Biernat, Strasser, NHC, deutsche Schmiedeausbildung). Im Sommer 2008 entschloss ich mich, endlich meine diversen Tätigkeiten am Huf mittels einer Ausbildung zur Hufpflegerin an der Rheinischen Hufbeschlagschule in Nerdlen in der Eifel zu legitimieren.  Warum eine Beschlagschule? Weil dieses nach meinen Recherchen das einzige Institut ist, das sich mit der gesamten Palette aller zur Zeit gängigen Bearbeitungstheorien der verschiedenen Fraktionen befaßt und demnach die zur Zeit größte Bandbreite von Hufwissen vermittelt.
Seit Juli 2009 arbeite ich nun als Hufpflegerin im Bereich des unteren Westerwaldes in einem Umkreis von ca. 100 km von 56276 Stebach (Nähe Dierdorf).
Seit Februar 2010 verbringe ich die Hälfte meiner Arbeitszeit als Dozentin an oben genannter Schule.